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THEMA: Kürbisse

Kürbisse 12 Okt 2017 16:56 #1

DER KUERBIS

DIE GROESSTE BEERE DER WELT


Eine der interessantesten Pflanzen in der „Gemuesewelt“ ist der Kuerbis. Er bietet sich fuer sehr viele Verwendungsmoeglichkeiten an, und wenn man anfaengt, darueber nachzudenken, kommen einem immer neue Facetten dieser Frucht in den Sinn. In Europa ist er erst seit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus bekannt. Aber er ist viel aelter, denn fuer die eingeboreren Voelker Suedamerikas, Mayas, Azteken und Inkas, war er, zusammen mit Mais und Bohnen, ein Grundnahrungsmittel. Er soll frueher sogar „Kir-Biz“ geheissen haben, aber dies gilt nicht als gesichert.

Erforscht wurden die Eigenschaften des Kuerbis von Fridolin Heckenbusch (1889-1975), der auch lustige Erfindungen rund um den Kuerbis gemacht hat, und dem in Castrop-Rauxel ein Kuerbismuseum gewidmet wurde.

Auch das Guinessbuch der Rekorde bietet dem Kuerbis Platz. So hat sich z.B. der schweizer Hobbygaertner – Ernst Roth – vorgenommen, es in diesem Buch auf zehn Eintraege zu bringen. Durch riesengross gewachsenes Gemuese, u.a. auch mit einem Kuerbis.

Bekannt wurde Ernst Roth unter dem Namen CHABIS-ASCHI, weil das erste Riesengemuese, durch das er in den Medien bekannt wurde, ein Kohlkopf war, der in der deutschen Schweiz fast überall Chabis heisst.

Als Rekorde eingetragen sind vorderhand die nachstehenden Gemuese:
1987 Stangenbohne 7,18 m hoch
1987 Batatestaude 4,89 m hoch
1988 Weisskohl 28,1 kg
1991 Keulen-Zucchetti 5,2 m hoch

Aus Kuerbissen kann man viele Dinge machen. Die kleinen, verschiedenen,
farbigen Exemplare legt man meist in eine schöne rustikale Schale,oder in ein Koerbchen, etc. und stellt die so arrangierten Fruechte als Zierde des Hauses an einen geeigneten Platz.
Auch Musik kann man mit Kuerbissen machen. Kein suedamerikanisches Volksfest, hauptsaechlich in Brasilien, ohne Maracas. Jeder kann praktisch ein solches Kuerbisrasselpaar handhaben. Notenkenntnisse braucht es dazu keine, nur Gefuehl und Fantasie fuer den Rhythmus !

Was die Essbarkeit sowie die Gesundheit betrifft, sind inzwischen unzaehlige Moeglichkeiten bekannt geworden. Vom einfachen weichkochen des in grosse Viertel aufgeteilten Kuerbis, der dann ohne weitere Zutaten genossen werden kann, bis zur raffinierten Raviolifuellung kann man ueberall Rezepte finden.
Auch auf medizinischem Gebiet. Es gibt wirklich viele Moeglichkeiten, wo der Kuerbis und seine Derivate eingesetzt werden koennen.

Kuerbisse enthalten fast keinen Zucker , sind daher kalorienarm.
Kuerbisse sind auch arm an Fruchtsaeure.
Kuerbiskerne und Kuerbisoel haben einen positiven Einfluss auf
Herz-und Kreislaufstoerungen und Prostatabeschwerden.

Wo bisher der Kuerbis noch nicht so bekannt war, wird sich das schnell aendern, nachdem der amerikanische Halloween-Brauch sich in den letzten Jahren nach Europa durchgeschlagen und schon in sehr vielen Ländern Fuss gefasst hat. Allerdings ist dies keine Erfindung der Amerikaner. Dieses Volksfest hat seinen Ursprung im Europa der Kelten.

Am 30.Oktober feierten die keltischen Iren das Fest „Samhain“. An diesem Tage wurde der Sommer verabschiedet und am 1.November nahm der Winter seinen Anfang. Mit Feuern dankte man dem Sonnengott der sich nun zurueckzog. Gleichzeitig sollten diese Feuer die boesen Geister der Dunkelheit vertreiben, die, weil sie kein eigenes Heim hatten, herum irrten und die Menschen erschreckten.

Es wurden zu diesem Zwecke Kuerbisse ausgehoehlt und zu Schreckfratzen


geschnitzt, als Schutz fuer die Menschen und um boese Geister von der Behausungen fernzuhalten.

Aus diesem Brauchtum ferner Zeiten ist dann „Hallows Evening“ geworden und ist als amerikanisches „Halloween“ nach Europa zurueckgekehrt, wo es, trotz Technisierung und Aufgeklaertheit anfaengt, sich wie einst bei den Kelten, einzubuergern.

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